39 Schülys machen den Abflug

Es war ein großer Tag für die 39 Abschluss-Schülys der Edith-Stein-Schule: Am Freitagnachmittag fand in der Steverhalle ihre Entlassung mit der feierlichen Zeugnisübergabe statt.

Begonnen hat die Feier mit einem kurzen Gottesdienst durch Pastor Zakarias Sago und Pfarrerin Annika Hilker. Danach führten Tabea Patschkowski, Fabian Deyda und Chris Bertram als Moderatoren durch das weitere Programm.

Was für ein Zirkus“ war eine Aussage, die Schulleiter Rainer Leifken nicht nur auf das Chaos bezog, das Corona im Schulalltag verursachte, sondern auch auf die Schullaufbahn der Abgängys: „Ein Zirkus ist eine Gruppe von Artistys, die verschiedene Aufführungen zeigen“, so Leifken. „Ihr seid in einer 6-jährigen Tournee durch die Edith-Stein-Schule gezogen und habt vor einigen Wochen eure Abschlussvorstellung gegeben.“ Zufrieden zeigte er sich vor allem darüber, dass alle Abgängys mit einem Schul- oder Ausbildungsplatz versorgt sind.

Bürgermeister Sebastian Täger ging auf das Motto der Entlassfeier ein: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“. Es komme beim Segeln, aber auch im Leben nicht immer auf Geschwindigkeit und schnelle Erfolge an, sondern die richtige Richtung und einen guten Kompass. „Wer nicht weiß, wohin er segeln will, für den ist kein Wind der richtige“, zitierte er den römischen Philosophen Seneca. Wenn man weiß, wohin man will, müsse man den Kurs manchmal anpassen, um sein Ziel zu erreichen, so Täger.

Auch Elternvertreterin Nicole Graeven ging auf das Bild des Segelns ein: Es gebe viele verschiedene Richtungen, die man einschlagen könne. „Geht euren Weg“, forderte sie die Entlassschülys auf. Und man solle sich bei seinen Entscheidungen nicht von Angst leiten lassen: „Angst macht beim Denken blöd“, so Graeven.

Die Schülersprechys Lina Harlake und Robin Patschkowski stellten im Rückblick fest, dass die Schule von jedem anders wahrgenommen wird: Für die einen war es stressig, andere fanden es eher cool, regelmäßig die Freunde zu treffen. Sie bedankten sich bei Lehrys, Eltern und allen anderen Wegbegleitys. „Was wir jetzt abgeschlossen haben, war nur ein kleiner Teil unseres Lebens“ richteten sie am Ende den Blick nach vorn.

Bevor es an die Ausgabe der Abschlusszeugnisse ging, stellten die Klassenlehrerinnen der beiden Klassen, Andrea Gantner, Penelope Effelsberg und Christiane Tack, fest, dass eine Verabschiedung immer auch bedeute, sich auf neue Dinge freuen zu können. Sie wünschten den Abgängys einen spannenden und ereignisreichen Lebensweg.

Zwischen den einzelnen Redebeiträgen hatten die Schülys unterhaltsame Programmpunkte vorbereitet. Von Rana Al Mahmoud, Vivian Ransome und Fateh Al Hafez gab es einen Poetry-Slam mit der Erkenntnis, sich so anzunehmen, wie man ist, und sich nicht für Sachen zu entschuldigen, die einen ausmachen. Die 10A arbeitete in einem Sketch die Eigenheiten der einzelnen Lehrkräfte heraus, die 10B zeigte in einem Video, welche Tücken der Unterricht per Videocall zu bieten hatte. Schülys der Klassen 9 zeigten den Jerusalema-Tanz, der durch die Corona-Pandemie bekannt geworden war, und es gab eine Fotoschau mit Eindrücken der vergangenen sechs Jahre.

Fotos + Text: Andreas Krüskemper

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