10. Juli 2024
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Jugendfeuerwehr hat kaum Zeit zum Luftholen

Ein 24-stündiger Dienst auf der Feuerwache, immer bereit für den nächsten Einsatz: Was für Berufsfeuerwehrleute Alltag ist, stellt für die Jugendfeuerwehr Senden eines der Highlights des Jahres dar.
In diesem Jahr nahmen 13 Jugendfeuerwehrleute am „Übungsmarathon“ teil und verwandelten das Feuerwehrgerätehaus für 24 Stunden in eine vollwertige Feuerwache. Die Leistung der Jugendlichen beeindruckte die Jugendfeuerwehrwarte Nils und Lena Falk sowie Tobias Leonard und ihre 14 Helfer aus der aktiven Wehr, denn die verschiedenen Szenarien wurden vom Feuerwehrnachwuchs erfolgreich gemeistert.
Auch der Rettungsdienst des Kreises Coesfeld war an der Veranstaltung beteiligt. Bis 17 Uhr begleitete ein Rettungstransportwagen (RTW) mit zwei angehenden Notfallsanitätern die Jugendfeuerwehr zu den Einsätzen, was den Auszubildenden im ersten Lehrjahr wertvolle Praxiserfahrung bot.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, gefolgt von der Einteilung auf die Fahrzeuge und der Fahrzeugkunde. Doch der Plan änderte sich schnell: Bereits kurz nach 9 Uhr erfolgte die erste Alarmierung über die im vergangenen Jahr erfolgreich erprobte Alarmierungs-App.
Zunächst wurde der RTW zu einer Reanimation am Sicherheitstor des Dortmund-Ems-Kanals gerufen, danach wurden weitere Kräfte als Tragehilfe nachgefordert. Parallel wurde der Rest der Mannschaft zu einem Heckenbrand im Erlengrund geschickt. Der dritte Einsatz am Vormittag führte die gesamte Truppe in den Ortskern: Im ehemaligen „Treffpunkt“ war ein Brand ausgebrochen, zwei Personen wurden vermisst. Nach dem gemeinsamen Mittagessen mussten die Jugendfeuerwehrleute zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person auf der Fahrradstraße ausrücken. Am Nachmittag stand ein Flächenbrand in der Von-Liebig-Straße auf dem Programm.
Zum Abendessen wurde traditionell gegrillt, es blieb sogar etwas Zeit zum Fußballspielen, bevor die Alarm-App erneut anschlug. Unter dem Einsatzstichwort „Technische Hilfe: Tragehilfe Rettungsdienst“ musste eine verunfallte Person aus dem ersten Stock eines verwinkelten Speichers transportiert werden. Der nächste Einsatz bei Einbruch der Dunkelheit erforderte wieder einen Löscheinsatz in der Bauerschaft Schölling.
Auch die Nacht bot keine Ruhe: Kurz nach 1 Uhr wurde die Mannschaft in die Mühlenstraße auf der anderen Seite der Bundesstraße alarmiert, weil ein Rauchmelder ausgelöst hatte. Bereits um 7 Uhr erfolgte erneut eine Alarmierung zur Steverhalle, die sich jedoch als Fehlalarm herausstellte. Nach diesem letzten Einsatz gab es ein gemeinsames Frühstück und anschließend das Aufräumen, bevor es nach Hause ging.

 

Fotos und Text: Andreas Krüskemper


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