Entstickungsanlage Gersteinwerk gesprengt
Mit einem dumpfen Knall und einer mächtigen Staubwolke ist am Freitagvormittag die Entstickungsanlage am Gersteinwerk gefallen. Punkt 10 Uhr zündeten die Sprengladungen – und innerhalb weniger Sekunden sackte das Bauwerk in sich zusammen. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Geschehen bei klarem Wetter aus sicherer Entfernung.
Nach ersten Eindrücken verlief die Sprengung planmäßig. Der Sprengmeister nahm im Anschluss die Überreste in Augenschein, um die Maßnahme abschließend zu bewerten. Der Knall war deutlich zu hören – Beobachtern zufolge sogar bis ins rund 15 Kilometer entfernte Ahlen.
Ursprünglich war der Termin später vorgesehen, wurde jedoch aufgrund angekündigter Windgeschwindigkeiten von 35 bis 50 Stundenkilometern auf Freitag, 27. Februar, vorgezogen. Rund um das Gelände galt ein Sperrradius von 350 Metern. Zwischen 7.30 Uhr und voraussichtlich 10.30 Uhr durfte sich dort niemand aufhalten.
Polizei, Technisches Hilfswerk (THW), Sicherheitsdienste und das Ordnungsamt der Stadt Werne sicherten das Areal. Für die Dauer der Maßnahme wurden die Hammer Straße sowie der Radweg entlang der Lippeauen vollständig gesperrt. Zusätzlich galten entlang der Straße „Am Tibaum“, der Johannes-Rau-Straße und der Hammer Straße Park- und Halteverbote.
Mit dem kontrollierten Einsturz verschwindet ein weiteres markantes Bauwerk des Kraftwerksgeländes aus dem Ortsbild. Erst vor wenigen Monaten war bereits der rund 200 Meter hohe Schornstein gesprengt worden – auch damals verfolgten zahlreiche Schaulustige das Ereignis.
Fotos und Video: Andreas Krüskemper

