Der Schlosspark wird winterfest

Das Rattern der Kettensäge und das Knattern des Häckslers hallten am Samstag über das Außengelände von Schloss Senden. Der Verein Schloss Senden hatte gemeinsam mit dem LWL-Amt für Denkmalpflege und der Jugendbauhütte Westfalen zum vierten Parkpflegeseminar im Schlosspark eingeladen. Dabei ging es darum, den Schlosspark weiter in Form zu bringen und winterfest zu machen. Zusätzlich konnten auf dem Gelände 14 Bäume gepflanzt werden, die von Sendener Bürgys und Vereinen gespendet worden waren.
Rund 30 Freiwillige hatten sich um 9.30 Uhr am Schloss eingefunden, um nach einer umfassenden Einweisung das Areal rund um das historische Gemäuer auf Vordermann zu bringen. „Neben dem Pflanzen der Bäume geht es auch darum, Wildwuchs zu entfernen und allgemeine Aufräumarbeiten durchzuführen“, erläutert Marcus Weiß, Gartendenkmalpfleger beim LWL-Amt für Denkmalpflege. Die Idee des Parkpflegeseminars hat er aus den neuen Bundesländern mitgebracht und möchte sie nach der erfolgreichen Anwendung in Senden auch auf andere Denkmäler ausweiten, bei denen es schwierig ist, die Parkanlagen in Eigenleistung zu erhalten. Es solle aber nicht dazu dienen, Eigentümern, die die Mittel dazu haben, die Gärtnerkosten zu sparen, so Weiß.
„Durch die Seminare soll der Park für die Besucher attraktiv bleiben“, ergänzte Dr. Franz Waldmann, Vorsitzender des Vereins Schloss Senden. Die Grünanlage sei schließlich genauso Teil des Denkmal-Ensembles wie das Schloss selbst, so Waldmann. Mit der Resonanz des Seminars zeigte er sich sehr zufrieden.
Es waren nicht nur Sendener, die sich rund um das Schloss engagierten: Auch Schlossfans der näheren und weiteren Umgebung legten Hand an. So auch Bernhard Anzalone, Leiter der Jugendbauhütte Westfalen, und Christian Kiesow, Architekt bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). „Mit Wiesbaden dürfte ich wohl die weiteste Anfahrt gehabt haben“, so Kiesow schmunzelnd.
Unterstützt wurde die Aktion auch von der Gemeinde Senden, die zwei Mitarbeiter des Bauhofes und schweres Gerät zu Verfügung stellte. Dadurch ging nicht nur das Graben der Löcher für die Bäume deutlich schneller als mit dem Spaten, auch das Schnittgut konnte direkt an Ort und Stelle gehäckselt werden.
Unterbrochen wurde der Arbeitseinsatz von einer gemeinsamen Mittagspause mit einem leckeren Eintopf sowie einer Kaffeepause, bei denen sich die fleißigen Helfer wieder aufwärmen konnten. Und auch nach vollbrachtem Tagwerk bestand die Möglichkeit, die gemeinsame Aktion gemütlich ausklingen zu lassen.
Für alle, die sich regelmäßig für das Schloss engagieren möchten, bietet sich samstags die Gelegenheit dazu: Von 9.30 bis etwa 13 Uhr trifft sich eine Gruppe Interessierter, um ehrenamtlich an den Fortschritten der Instandsetzung mitzuwirken. Wer dazustoßen möchte, kann sich gerne bei Markus Preis unter preis.markus@gmx.de melden.

Fotos + Text: Andreas Krüskemper

 


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