Laut, staubig, spannend: Autocross in Herbern begeistert
Wer zum Autocross kommt, sollte sich auf einiges gefasst machen: Es wird laut, es wird staubig – und manchmal dauert es etwas länger als geplant, bis das nächste Rennen startet. Langweilig wird es deshalb noch lange nicht.
Das zeigte sich auch beim Heimrennen des MSC Herbern in der Bauerschaft Arup. Während die Fahrer auf der Strecke um jede Position kämpften, standen die Zuschauer dicht am Renngeschehen und verfolgten die Duelle aus nächster Nähe. Besonders spannend war dabei die Frage, wie sich die Lokalmatadoren gegen die Konkurrenz behaupten würden.
Das Wetter spielte an den beiden Renntagen überwiegend mit. Während Samstag und Sonntag trocken und sonnig blieben, hatte der Regen am Samstagabend sogar einen positiven Nebeneffekt: Am Sonntagmorgen hielt sich die Staubentwicklung zunächst in Grenzen.
Mit zunehmender Renndauer änderte sich das allerdings. Die Strecke musste regelmäßig bewässert werden. Als ausgerechnet kurz vor dem Ende des zweiten Laufs der Bewässerungswagen seinen Dienst quittierte, hieß es für Fahrer und Zuschauer zunächst warten.
Für die Motorsportfans war die Unterbrechung zwar unfreiwillig, doch langeweile kam trotzdem kaum auf. Schließlich warteten bereits die nächsten Zweikämpfe auf der Strecke – und gerade die Herberner Fahrer lieferten genügend Gründe, genau hinzuschauen.
Bei den Lokalmatadoren gab es Licht und Schatten. Gino Mühlenweg fuhr in seiner Klasse auf den dritten Platz und beendete den Endlauf schließlich als Vierter. Marco Meßmaker erreichte in den Klassen 7 und 10 jeweils den fünften Rang.
Weniger glücklich verlief das Wochenende für Leon Kocken. Ein Getriebeschaden setzte seinen Wagen vorzeitig außer Gefecht und beendete den Renntag früher als geplant.
Für ein starkes Ergebnis sorgte dagegen das Team Steinmeijer. Die „Herberner Holländer“ sicherten sich in Klasse 9 den zweiten Platz und fuhren in Klasse 10 außerdem auf Rang vier.
Auch abseits der großen DRCV-Meisterschaftsläufe war am Wochenende einiges los. Der Samstag gehörte unter anderem dem Nachwuchs und den Super-Cup-Fahrern. Ein besonderer Höhepunkt war das Langstreckenrennen, bei dem es nicht nur auf pure Geschwindigkeit, sondern auch auf Ausdauer und Strategie ankam.
Am Sonntag folgte schließlich das umfangreiche Programm der DRCV-Meisterschaft. In mehreren Läufen kämpften die Fahrer um die besten Ausgangspositionen, bevor die abschließenden Endläufe die Entscheidungen brachten.
Erst danach kehrte auf der Strecke wieder Ruhe ein. Für die Motoren war damit Feierabend – zumindest bis zum nächsten Rennen.
Fotos: Andreas Krüskemper
































































