Rhein Fire macht die Playoffs klar – Offensivfeuerwerk gegen die Alpine Rams
Das erste Etappenziel ist erreicht: Rhein Fire hat sich mit einer beeindruckenden Vorstellung gegen die Alpine Rams vorzeitig für die Playoffs der American Football League Europe qualifiziert. Vor 5.136 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena ließ das Team aus Duisburg beim 6:59-Erfolg von Beginn an keinen Zweifel daran, wer das Spielfeld als Sieger verlassen würde.
Bereits die ersten Angriffsserien machten deutlich, dass die Gastgeber einen gebrauchten Nachmittag für die Schweizer ankündigten. Quarterback Kenji Bahar dirigierte die Offensive souverän und fand schon früh Wide Receiver Kaylon Geiger für den ersten Touchdown des Spiels. kurz darauf erhöhte Running Back Jonathan Scott per Lauf auf 0:12.
Ein echtes Highlight folgte im zweiten Viertel. Offensive Coordinator Rohat Dagdelen griff tief in die Trickkiste: Nach einem End-around übernahm Kaylon Geiger plötzlich selbst die Rolle des Quarterbacks und bediente Harlan Kwofie mit einem Touchdown-Pass. Der Spielzug sorgte nicht nur auf den Rängen für Begeisterung, sondern unterstrich auch das enorme Selbstvertrauen der Fire-Offensive.
Die Alpine Rams fanden dagegen kaum ein Mittel gegen die aggressive Defensive der Gastgeber. Zwar gelang Quarterback Seth Morgan mit einem 18-Yard-Lauf der einzige Touchdown seines Teams, doch mehr ließ Rhein Fire nicht zu.
Bis zur Halbzeit schraubte Rhein Fire das Ergebnis bereits auf 6:40. Joshua Scott, Kaylon Geiger und Jonathan Scott sorgten mit weiteren Touchdowns dafür, dass die Partie frühzeitig entschieden war.
Nach dem Seitenwechsel nutzte das Trainerteam die komfortable Führung, um zahlreichen Spielern wertvolle Einsatzminuten zu geben. Dabei kam es zu einer Szene, die Football-Fans besonders schätzen: Offensive Lineman Sven Breidenbach meldete sich als „Eligible Receiver“ an und fing tatsächlich einen Touchdown-Pass von Tom Wolf – ein seltener Moment, wenn ein Spieler aus der Offensive Line plötzlich selbst zum Passempfänger wird.
Den Schlusspunkt setzten Sergej Kendus und Giacomo de Pauli mit weiteren Touchdowns zum hochverdienten 6:59-Endstand.
Mit dem Sieg ist Rhein Fire die Teilnahme an den AFLE-Playoffs nicht mehr zu nehmen. Ganz entschieden ist der Kampf um den Gewinn der North/West Conference allerdings noch nicht. Durch den Erfolg der London Warriors gegen Berlin bleibt das Rennen offen.
Ein weiterer Sieg würde Rhein Fire jedoch Platz eins der Conference sichern. Damit wäre auch ein Heimspiel im Halbfinale am 30. August greifbar. Aufgrund anderer Veranstaltungen in Duisburg würde diese Partie allerdings im Stadion Niederrhein in Oberhausen ausgetragen werden.
Bevor es soweit ist, warten noch drei anspruchsvolle Auswärtsspiele. Den Anfang macht am kommenden Wochenende das Duell bei Berlin Thunder. Dort kann Rhein Fire den nächsten großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen.
Fotos: Andreas Krüskemper













































































































