„Gewinn für die Notfallvorsorge“

Ob Unfall oder Herzinfarkt: Wenn Menschenleben in Gefahr sind, kommt es für den Rettungsdienst auf jede Sekunde an. Daher gelten bestimmte Hilfsfristen, in denen die Helfer nach der Alarmierung vor Ort sein müssen.

Um diese Fristen einhalten zu können, gibt es eine sogenannte Spitzenabdeckung. An Tagen, an denen mit besonders vielen Einsätzen zu rechnen ist, wie Silvester oder der 1. Mai, besetzen die Aktiven des DRK Senden ihren Rettungswagen zur Unterstützung des DRK-Rettungsdienstes des Kreisverbandes. Das hat Vorteile für alle: Der Regelrettungsdienst wird entlastet, die Sendener Rotkreuzler bleiben „in der Praxis“ und die Bevölkerung kann sicher sein, im Notfall kompetente Hilfe zu bekommen.

Allerdings variieren die Zahlen der Einsätze in der Spitzenabdeckung stark. Um dennoch kontinuierlich Praxiserfahrung zu sammeln und so den hohen Standard des Rettungsdienstes aufrechtzuerhalten, gibt es seit März eine Änderung in der Zusammenarbeit von Kreisverband und Ortsverein. Ab sofort werden die Sendener an einem Wochenende im Monat von 7 bis 19 Uhr den Rettungsdienst für die Rettungswache Senden zu verstärken. Das hilft auch dem Rettungsdienst: „Bei der aktuellen Corona-Situation könnten wir ohne den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer wegen krankheitsbedingter Ausfälle manche Fahrzeuge nicht besetzen“, ist Michael Hofmann, Leiter DRK-Rettungsdienst, den Sendenern dankbar.

DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann und Rotkreuzleiter Richard Schneider sind sich einig, dass die enge Zusammenarbeit zwischen den ehrenamtlichen Kräften des DRK und den hauptamtlichen Mitarbeitern im Rettungsdienst für die Notfallversorgung in Senden ein echter Gewinn ist. Beide streben eine langfristige Zusammenarbeit an. Regelmäßige Praxiseinsätze und die Teilnahme an Weiterbildungen halten das ehrenamtliche Personal auf hohem Niveau. „Für die Motivation der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind diese Praxiseinsätze sehr wichtig“, so Schlütermann und Schneider.

Das DRK Senden hat für die Besetzung der Schichten einen Pool von 15 Ehrenamtlichen, die die benötigten Qualifikationen besitzen und sich zur Besetzung der Schichten bereit erklärt haben. Wie bei den bisherigen Einsätzen in der Spitzenabdeckung wird das gebrauchte Material vom Kreisverband ersetzt, zur Desinfektion des RTW kann die Desinfektionshalle der Rettungswache genutzt werden.


Foto + Text: Andreas Krüskemper
Transparenzhinweis: Der Verfasser ist selbst Mitglied im DRK-Ortsverein Senden.

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